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Kundengewinnung IT-Freelancer: 6 Schritte zum Erfolg
Wie du als IT-Freelancer systematisch Kunden gewinnst: Strategie, Positionierung und die richtigen Kanäle. Praxisnahes Wissen von IT-Experten.
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Positionierung kommt vor Akquise: Definiere Zielgruppe, Pain Points und USP, bevor du loslegst
- Multi-Channel-Ansatz nutzen: LinkedIn, Freelancer-Portale, direkte Ansprache und Empfehlungen parallel spielen
- Empfehlungsmarketing hat den höchsten ROI: Pflege bestehende Kontakte und reaktiviere alte Kunden aktiv
- Follow-Up ist entscheidend: Die meisten Deals brauchen 5-7 Kontaktpunkte - nutze ein CRM-System zur Nachverfolgung
- Der IT-Markt spielt für dich: Die Nachfrage ist riesig, du musst nur sichtbar werden und deine Expertise richtig präsentieren
- LinkedIn ist dein Akquise-Tool: Nicht nur Profil, sondern aktives Social Selling mit Content und gezieltem Networking
- Finde deinen eigenen Weg: Baue ein Business auf, das zu deiner Persönlichkeit passt - nicht jeder muss der gleiche Typ sein
Zusammenfassung
Warum Kundengewinnung als IT-Freelancer anders läuft
Du kannst Code im Schlaf schreiben. Komplexe Architekturen sind dein Daily Business. Aber Kunden gewinnen? Das ist für die meisten IT-Freelancer erstmal Neuland.
Das Ding ist: Der Markt für IT-Experten ist verdammt gut. Fast keine andere Branche hat so eine krasse Nachfrage. Trotzdem strugglen viele Freelancer mit der Akquise. Warum? Weil sie planlos vorgehen statt strategisch.
Pierre und Florian zeigen in diesem Webinar, wie du systematisch Kunden gewinnst. Pierre hat den Weg vom Softwareentwickler über Freelancer zur eigenen Agentur durchgemacht. Florian hat mehrere Unternehmen gegründet und ist spezialisiert auf Vertriebsarchitektur. Beide wissen: Ohne die richtigen Systeme läufst du auf dem Zahnfleisch.
Das Fundament: Was Erfolg als IT-Freelancer bedeutet
Erfolg bedeutet nicht nur Umsatz. Es geht darum, nachhaltig gutes Geld zu verdienen, ohne total gestresst zu sein. Du brauchst Systeme, die funktionieren, während du schläfst.
Vertrieb ist kein böses Wort. Es bedeutet einfach: Du bringst dein Können zu den Leuten, die es brauchen. Und ja, du musst aktiv werden. Projekte fallen nicht vom Himmel, nur weil du gut bist.
Die meisten IT-Freelancer unterschätzen drei Dinge:
- Wie krass der Markt für sie spielt: Die Nachfrage ist da, du musst nur sichtbar werden
- Dass Positionierung vor Akquise kommt: Ohne klare Ausrichtung verbrennst du nur Zeit
- Dass Vertrieb systematisch funktioniert: Es gibt bewährte Prozesse, die du einfach umsetzen kannst
Strategie vor Hustle: So gehst du es richtig an
Bevor du losrennst und auf LinkedIn jeden anschreibst, brauchst du Klarheit:
1. Definiere deine Zielgruppe
Nicht "alle, die Software brauchen". Konkret: Welche Branche? Welche Unternehmensgröße? Welche Pain Points haben die?
Beispiel: Cloud-Migration für mittelständische Produktionsunternehmen im Raum München. Das ist konkret. Das kannst du bearbeiten.
2. Kenne deinen USP
Was machst du anders? Warum sollte jemand mit dir arbeiten statt mit 100 anderen Freelancern?
Dein USP ist nicht "ich bin gut" oder "ich arbeite gewissenhaft". Das sagen alle. Dein USP könnte sein: Spezialisierung auf Legacy-Modernisierung im Banking-Umfeld mit 8 Jahren Erfahrung.
3. Wähle die richtigen Kanäle
Multi-Channel ist der Weg. Aber nicht alle Kanäle gleichzeitig.
Die wichtigsten Kanäle für IT-Freelancer:
- LinkedIn: Nicht nur Profil anlegen, sondern aktiv nutzen. Content posten, kommentieren, Netzwerk aufbauen
- Freelancer-Portale: Gulp, Freelance.de, Projektwerk - für den Start okay, langfristig nicht deine einzige Quelle
- Direkte Ansprache: Warmakquise über Netzwerk, Kaltakquise bei Zielunternehmen
- Eigene Website: Deine digitale Visitenkarte. SEO-optimiert für deine Nische
- E-Mail-Marketing: Unterschätzt, aber effektiv für die Nachverfolgung
Der Prozess: Von der Strategie zur Umsetzung
Florian geht im Webinar ins Detail, wie du eine dieser Strategien systematisch umsetzt. Der Punkt ist: Du brauchst einen Prozess.
Lead-Generierung strukturiert angehen
- Liste erstellen: Identifiziere 50-100 potenzielle Kunden
- Recherche: Pain Points, aktuelle Projekte, Entscheider
- Erstkontakt: LinkedIn, E-Mail oder Telefon - je nach Kanal
- Follow-Up: Die meisten Deals brauchen mehrere Kontaktpunkte
- Dokumentation: CRM-System nutzen, auch als Freelancer
Das klingt nach Arbeit? Ist es auch. Aber es funktioniert.
Die Empfehlungsmaschine aufbauen
Empfehlungen sind der Kanal mit dem höchsten ROI. Punkt.
Wenn du gute Arbeit machst und den Kontakt hältst, kommen Projekte zu dir. Aber du musst aktiv sein:
- Nach Projekten: Frag nach Feedback und ob sie jemanden kennen, der deine Skills braucht
- Regelmäßig melden: Alle 3-6 Monate kurzes Update, wie es läuft
- Alte Kunden reaktivieren: Die kennen dich schon, der Vertrauensvorschuss ist da
Social Selling auf LinkedIn
LinkedIn ist nicht nur ein Lebenslauf-Archiv. Es ist dein Akquise-Tool.
Was funktioniert:
- Regelmäßig Content zu deiner Nische posten
- Bei Diskussionen hilfreiche Comments schreiben
- Gezielt Entscheider vernetzen und Gespräche starten
- Nicht sofort verkaufen, sondern Mehrwert liefern
Was nicht funktioniert:
- Copy-Paste-Nachrichten mit "ich biete Services an"
- Nur Profil anlegen und hoffen
- Irrelevanten Content teilen
Die Realität: Es braucht mehrere Touchpoints
Sei ehrlich mit dir: Niemand unterschreibt nach dem ersten Kontakt. Die meisten Projekte brauchen 5-7 Kontaktpunkte, bevor es zum Deal kommt.
Deshalb ist Follow-Up so wichtig. Und deshalb brauchst du ein System, das dir hilft, den Überblick zu behalten.
Ein einfaches CRM-System hilft dir dabei:
- Welche Leads sind in welcher Phase?
- Wann war der letzte Kontakt?
- Welche Branchen konvertieren am besten?
- Welche Ansprache hat funktioniert?
Du musst nicht Salesforce nutzen. Zoho CRM, Pipedrive oder sogar ein strukturiertes Notion-Board reichen am Anfang.
Der Markt ist auf deiner Seite
Hier die gute Nachricht: Als IT-Freelancer hast du einen Riesenvorsprung. Die Nachfrage ist größer als das Angebot.
Unternehmen suchen händeringend nach guten IT-Experten. Cloud-Migration, Legacy-Modernisierung, DevOps, Security - überall wird gesucht.
Dein Job ist es nur, sichtbar zu werden und deine Expertise so zu präsentieren, dass Kunden sagen: "Genau den brauchen wir."
Kaltakquise vs. Warmakquise: Was ist besser?
Beides hat seine Berechtigung.
Warmakquise (über Netzwerk, Empfehlungen):
- Höhere Conversion
- Schnellerer Vertrauensaufbau
- Begrenzte Skalierbarkeit
Kaltakquise (direkte Ansprache ohne Vorbeziehung):
- Skalierbar
- Braucht mehr Kontaktpunkte
- Niedrigere Conversion, aber höheres Volumen möglich
Idealer Mix: 70% Warmakquise, 30% Kaltakquise. So bleibst du unabhängig und baust trotzdem auf Beziehungen.
Deine Persönlichkeit im Business entfalten
Es geht nicht nur um Umsatz. Es geht darum, ein Business zu bauen, das zu dir passt.
Du musst nicht der Typ sein, der jeden Tag 50 Leute auf LinkedIn anschreibt, wenn dir das nicht liegt. Aber du musst einen Weg finden, der für dich funktioniert.
Manche IT-Freelancer sind Networking-Naturtalente. Andere schreiben lieber technische Blog-Posts, die organischen Traffic bringen. Beides funktioniert.
Der Trick: Finde heraus, was zu dir passt, und mach das konsequent.
Keine Floskeln, nur Umsetzung
Das Webinar von Pierre und Florian zeigt dir konkrete Schritte. Keine Marketing-Theorie, sondern praktische Systeme, die du direkt umsetzen kannst.
Der IT-Markt ist dein Spielplatz. Nutze die Chancen, die da sind. Mit der richtigen Strategie, den richtigen Kanälen und einem System, das funktioniert.
Du hast die technischen Skills. Jetzt brauchst du nur noch die Business-Skills. Und die kannst du lernen.