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Website? Brauchst du nicht für erste Kunden
Website erst bauen, bevor du Kunden gewinnst? Falsch. Warum dein LinkedIn-Profil am Anfang völlig reicht und eine Website sogar schadet.
Die wichtigsten Erkenntnisse
7 Kernpunkte aus diesem Video
LinkedIn-Profil ist deine Landingpage - warum Kunden auf eine separate Website schicken und die Customer Journey brechen?
Social Media Algorithmen bestrafen dich, wenn du Leute von der Plattform weglenkst - schlechter für deine Reichweite
Eine reine Info-Website bringt keinen Mehrwert, wenn die gleichen Infos bereits auf deinem LinkedIn-Profil stehen
LinkedIn bietet alle Features für Kundengewinnung: Bio, Banner, About, Services, Use Cases, Featured Content - strukturiert und bekannt
43% der Freelancer haben keine gesicherte Auslastung - schnelles Handeln zählt mehr als perfekte Websites
Website macht erst Sinn mit funktionierendem Funnel, SEO-Strategie oder wenn du bereits Kundenflow hast
Nutze die Zeit für Profiloptimierung, Content und Networking statt für Webdesign - das bringt echte Kunden
Zusammenfassung
Der klassische Mythos: Ohne Website keine Kunden
"Für die erste Direktkundengewinnung brauche ich erstmal eine Website." Kennst du den Gedanken? Klar, vom Gedankengang her nachvollziehbar. Deine Website repräsentiert dich, dein Unternehmen. Die muss gut sein, up to date.
Aber - jetzt kommt das große Aber: Gerade wenn du anfängst, ist eine Website nicht nur unnötig. Sie kann sogar schaden.
Warum eine Website am Anfang keinen Sinn macht
LinkedIn ist deine Landingpage
Wenn du LinkedIn zur Kundengewinnung nutzt (oder jeden anderen Social Media Kanal), ist dein Profil die Landingpage. Die kaufinteressenten sind bereits dort.
Warum solltest du jemanden von dieser Landingpage auf eine weitere Website rübersiedeln? Das ist ein Bruch in der Customer Journey. Und noch schlimmer:
Die Social Media Plattform hasst das.
Der Algorithmus bestraft dich, wenn du Leute von der Plattform weglenkst. Kennst du von Influencern: "Link in Bio", "Lies in den Kommentaren" - genau aus diesem Grund. Wer Leute weglenkt, wird vom Algorithmus bestraft.
Die Funktionsfrage: Was bringt die Website überhaupt?
Mal ehrlich: Wenn deine Website nur eine Informationswebsite ist - "Über mich", "Meine Firma", "Meine Leistungen" - was bringt die dann?
Genau das Gleiche steht auf deinem LinkedIn-Profil. Welchen Mehrwert liefert die Website?
Hast du einen Funnel? Einen Lead Magnet? Etwas, was auf LinkedIn nicht möglich ist? Die wenigsten haben das gerade zum Start. Die Website wird einfach nicht zur Kundengewinnung genutzt.
Also: Mehrere Gründe, warum das am Anfang nicht notwendig ist.
Was ist mit Kunden, die mehr erfahren wollen?
LinkedIn-Profil richtig nutzen
Wenn du dein LinkedIn-Profil sehr gut gepflegt hast, sind alle Informationen dort:
- Bio - deine Positionierung auf den Punkt
- Banner - visueller erster Eindruck
- About-Text - ausführliche Beschreibung
- Unternehmen - für wen du arbeitest oder deine Firma
- Services - deine Dienstleistungen
- Use Cases - in Sections heften
- Featured Content - beste Arbeitsproben
Du kannst eigentlich alles, was du auf einer Website machst, auch sehr strukturiert auf LinkedIn abbilden.
Der Vorteil: Vordefinierte Struktur
Und hier kommt noch ein Vorteil: LinkedIn hat eine vordefinierte Form, wo sich alle Leser wiederfinden. Jeder kennt die Struktur. Jeder weiß, wo er was findet.
Bei deiner Website? Musst du erst die Struktur entwickeln, das Design, die Navigation. Der Besucher muss sich zurechtfinden.
Die aktuelle Marktlage für IT-Freelancer 2026
Kurzer Reality Check, warum schnelles Handeln wichtiger ist als perfekte Websites:
43 Prozent der Freelancer haben keine gesicherte Projektauslastung für die kommenden Monate. Die Hälfte berichtet von einer Verschlechterung der Auftragslage.
In der IT/Software-Branche haben 23 Prozent einen spürbaren Rückgang der Aufträge. Der Markt wird umkämpfter.
Was zählt jetzt?
- Schnell sichtbar werden
- Direkter Kundenkontakt
- Belastbare Netzwerke
- Klare Spezialisierung
KI als Game Changer
85 Prozent der Freelancer nutzen bereits regelmäßig KI-Tools - gegenüber 58 Prozent im Jahr 2024. Primär für Texterstellung, Programmierung und Bildgenerierung.
AI- und Machine-Learning-Engineers gehören zu den bestbezahlten Freelancer-Jobs. Data-Freelancer bewegen sich im oberen IT-Mittelfeld mit Stundensätzen von 70 bis 130 Euro.
Aber: Nur 41 Prozent fühlen sich gut auf technologische Entwicklungen vorbereitet. Hier liegt deine Chance.
Ab wann macht eine Website Sinn?
Keine Frage: Ab einem gewissen Punkt ist eine Website sinnvoll oder notwendig. Aber eben nicht am Anfang.
Wann brauchst du eine Website?
- Du hast einen funktionierenden Funnel - Lead Magnets, E-Mail-Marketing, automatisierte Prozesse
- Du willst über Google gefunden werden - SEO als zusätzlicher Kanal macht Sinn
- Du hast komplexe Produkte/Services - die mehr Erklärung brauchen als LinkedIn bietet
- Du willst Autorität aufbauen - durch Content, Blog, Case Studies
- Du hast bereits Kundenflow - und willst professioneller wirken
Aber wenn du bei Null startest? LinkedIn-Profil optimieren, Kundengewinnung starten, erste Projekte holen. Die Website kann warten.
Der bessere Weg: LinkedIn First
Remote-Arbeit als Standard
71 Prozent der Freelancer arbeiten aus dem Homeoffice, 22 Prozent hybrid. Nur 5 Prozent vor Ort beim Kunden.
Das bedeutet: Deine Kunden sind online. Auf LinkedIn. Nicht auf deiner Website.
Die Customer Journey auf LinkedIn
- Profil optimieren - Banner, Bio, About-Text, Services
- Content veröffentlichen - Sichtbarkeit aufbauen
- Netzwerk aktivieren - gezielt connecten
- Gespräche führen - direkt auf der Plattform
- Projekte gewinnen - ohne Website-Umweg
Die Journey bleibt auf einer Plattform. Kein Bruch. Kein Verlust.
Fazit: Fokus auf das Wesentliche
Du willst Kunden gewinnen. Nicht Webdesigner spielen.
Dein LinkedIn-Profil reicht für die ersten Kunden völlig aus. Nutze die Zeit, die du für Website-Entwicklung verschwenden würdest, für:
- Profiloptimierung - macht dich sofort sichtbar
- Content-Erstellung - baut Autorität auf
- Networking - führt zu echten Gesprächen
- Direktakquise - bringt Projekte
Die Website kann später kommen. Wenn du bereits Kunden hast. Wenn du weißt, was funktioniert. Wenn du einen echten Mehrwert damit lieferst.
Bis dahin: LinkedIn-Profil auf Vordermann bringen und loslegen.
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