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Portale reichen nicht: Warum du Personal Branding brauchst
Portale und Recruiter machen dich austauschbar. Warum Personal Branding der einzige Weg ist, um langfristig unabhängig und erfolgreich zu sein.
Die wichtigsten Erkenntnisse
7 Kernpunkte aus diesem Video
Portale und Recruiter machen dich austauschbar und abhängig – du bist einer von tausenden CVs
Personal Branding ist wie eine Kapitalanlage: Der Wert steigt mit der Zeit und zahlt dir irgendwann den Lebensunterhalt
43 % der IT-Freelancer haben aktuell keine gesicherten Projekte – in diesem Markt austauschbar zu sein ist gefährlich
Recruiter googeln dich: Sichtbare Expertise steigert deinen Wert auf UND außerhalb von Portalen
Definiere dein Fachthema scharf – je spezifischer, desto weniger Konkurrenz und höher die Sätze
Kontinuität schlägt Perfektion: Jeder Artikel, jeder Vortrag zahlt auf dein Personal Brand ein
Die Strategie ist nicht entweder-oder: Nutze Portale, aber bau parallel deine Unabhängigkeit auf
Zusammenfassung
Portale und Recruiter reichen als IT-Freelancer – oder?
Klingt verlockend: Du meldest dich auf ein paar Portalen an, Recruiter schicken dir Projekte, fertig. Läuft doch. Warum solltest du dich also mit Marketing oder Sales rumschlagen?
Die harte Wahrheit: Weil das jetzt gerade funktioniert, heißt das nicht, dass es in der Zukunft noch so weiter funktioniert.
Du bist einer von tausenden CVs in einem Pool. Austauschbar. Vergleichbar. Abhängig.
Das Problem mit der Portal-Abhängigkeit
Die meisten Selbstständigen wollen drei Dinge:
- Überdurchschnittlich viel Geld verdienen
- Selbstentfaltung haben
- Sicherheit aufbauen
Wenn du dich voll auf Portale und Recruiter stürzt, wirfst du dich in ein Becken, wo du einer von sehr, sehr vielen bist. Du bist ein Produkt auf einem Markt, und die Händler vertreiben dich.
Du hast das nicht selber in der Hand.
Klar, du kannst deinen CV optimieren und versuchst, aus der Masse herauszustechen. Geht auch. Aber das Grundproblem bleibt: Du bist abhängig von diesen Plattformen und Vermittlern.
Die aktuelle Marktlage macht's nicht einfacher
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache:
- 43 % der IT-Freelancer haben keine gesicherten Projekte
- 50 % berichten von einer Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr
- Besonders betroffen: IT/Software (23 %), Automobilbranche (32 %)
Der Markt ist härter geworden. Die Konkurrenz wächst – 53 % der Gen Z und 40 % der Millennials steigen ins Freelancing ein. Gleichzeitig sinkt die Auftragslage in vielen Bereichen.
In diesem Umfeld austauschbar zu sein, ist gefährlich.
Personal Branding: Deine langfristige Kapitalanlage
Das Allerwichtigste, was ich jedem empfehlen würde: Arbeite kontinuierlich an deinem Personal Branding.
Du musst nicht übertreiben. Du musst kein LinkedIn-Influencer werden. Aber du solltest als Person und Persönlichkeit bekannt werden – in Kombination mit deinem Fachthema.
Warum Personal Branding wie eine Kapitalanlage funktioniert
Stell dir vor, Personal Branding ist wie eine Immobilie:
- Du investierst Zeit und Energie (statt Geld)
- Der Wert steigt kontinuierlich
- Irgendwann zahlt es dir den Lebensunterhalt – ohne dass du aktiv nach Projekten suchen musst
Desto mehr Zeit und Energie du reinsteckst, desto mehr gewinnt es an Wert.
Und das Beste: Es wirkt in beide Richtungen. Einerseits kommen Kunden direkt auf dich zu – außerhalb von Portalen, ohne Vermittler. Andererseits steigert es auch deinen Wert AUF den Portalen.
Was Recruiter wirklich machen
Recruter und Firmen googeln dich. Sie schauen:
- Hat die Person eine Außendarstellung?
- Ist sie irgendwo präsent?
- Schreibt sie Artikel über ihre Themen?
- Hat sie Expertise, die sichtbar ist?
Wenn du hier punkten kannst, bist du nicht mehr einer von vielen. Du bist DER Experte für dein Thema.
Der praktische Weg: Wie du anfängst
Du musst nicht alles auf einmal machen. Aber du musst kontinuierlich dranbleiben.
Schritt 1: Definiere dein Fachthema scharf
Worin bist du wirklich gut? Nicht "Fullstack Developer" oder "DevOps Engineer" – das sind tausende andere auch.
Sondern: Kubernetes-Migration für E-Commerce-Plattformen. Cloud-Security für Banken. GenAI-Integration für B2B-SaaS.
Je spezifischer, desto besser.
Schritt 2: Werde sichtbar in deinem Thema
Das kann bedeuten:
- Artikel auf LinkedIn oder deinem Blog
- Kommentare in Fachforen und Communities
- Vorträge auf Meetups oder Konferenzen
- Open-Source-Projekte in deinem Bereich
Du musst nicht überall sein. Aber du musst da sein, wo deine Zielkunden sind.
Schritt 3: Baue deinen Burggraben
Dein Personal Brand ist wie ein Burggraben um dein Business. Je breiter und tiefer er wird, desto schwerer haben es Konkurrenten, dich zu verdrängen.
Das baut sich sukzessive auf. Das ist ein Marathon, kein Sprint.
Aber jeder Artikel, jeder Vortrag, jede Interaktion zahlt auf dieses Konto ein. Und irgendwann kippt es. Dann kommen die Anfragen zu dir – nicht du zu den Projekten.
Die Realität: Portale UND Personal Branding
Versteh mich nicht falsch: Portale und Recruiter sind nicht schlecht. Sie können ein Teil deiner Strategie sein.
Aber sie sollten nicht deine EINZIGE Strategie sein.
Die Frage ist nicht entweder-oder. Die Frage ist: Wie abhängig willst du sein?
- Willst du austauschbar sein oder unersetzlich?
- Willst du Projekte suchen oder gefunden werden?
- Willst du Standardsätze oder Premium-Honorare?
Personal Branding gibt dir die Kontrolle zurück. Es macht dich unabhängig. Und es steigert langfristig deinen Wert – auf allen Kanälen.
Fazit: Investiere in dich selbst
Portale und Recruiter können funktionieren – heute. Aber was ist in sechs Monaten? In zwei Jahren?
Die einzige nachhaltige Sicherheit ist die, die du selbst aufbaust.
Personal Branding ist deine Kapitalanlage. Sie wächst mit der Zeit. Sie macht dich unabhängig. Und sie zahlt sich aus – finanziell und in Form von Freiheit.
Fang klein an. Aber fang an. Schreib einen Artikel über ein Problem, das du gelöst hast. Teile deine Erfahrungen. Zeig deine Expertise.
In einem Jahr wirst du dir dafür danken.
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