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IT-Vermittlermarkt 2026: Was du jetzt wissen musst
Der IT-Vermittlermarkt 2026 sortiert sich neu. Max Doron zeigt dir, welche Bereiche boomen, wie du mit Vermittlern zusammenarbeitest und wo deine Chancen liegen.
Die wichtigsten Erkenntnisse
7 Kernpunkte aus diesem Video
Der IT-Vermittlermarkt 2026 durchlebt eine Bereinigung, aber KRITIS, Data, Architektur und Security boomen massiv
Klassische Dev-Jobs wandern ins Ausland – spezialisiere dich auf Bereiche, die nicht ausgelagert werden können
80% der IT-Fachkräfte suchen nicht aktiv – deine Sichtbarkeit auf LinkedIn und in Netzwerken entscheidet über Anfragen
Bau langfristige Partnerschaften mit 2-3 gezielten Vermittlern auf, nicht mit 20 austauschbaren Kontakten
Sicherheitsrelevante und deutschsprachige Projekte sind dein Schutzschild gegen globalen Wettbewerb
KI beschleunigt das Matching, aber dein Profil muss Keywords und Skills klar darstellen
Versteh die wirtschaftlichen Anreize deiner Vermittler – dann kannst du echte Partnerschaften aufbauen
Zusammenfassung
Der Vermittlermarkt sortiert sich neu
Max Doron ist seit fast fünf Jahren im IT-Vermittlermarkt unterwegs. Seine Perspektive: Der Markt durchlebt 2026 eine heftige Bereinigung. Aber – und das ist der springende Punkt – parallel entstehen in bestimmten Bereichen massive Wachstumschancen.
Was heißt das für dich als IT-Freelancer?
Kurz gesagt: Es wird nicht leichter, aber gezielter. Die Zeiten, in denen jeder Java-Entwickler drei Anfragen pro Woche bekam, sind vorbei. Stattdessen explodiert die Nachfrage in spezifischen Nischen.
Diese IT-Bereiche boomen 2026
Max nennt vier Bereiche, die trotz Marktbereinigung durchstarten:
KRITIS (Kritische Infrastruktur) – Energie, Wasser, Gesundheit, Telekom. Alles, was systemrelevant ist, braucht jetzt IT-Sicherheit und Modernisierung. EU-Vorgaben und digitale Souveränität treiben das massiv.
Data Engineering – Nicht einfach nur "Daten verwalten". Es geht um Architektur, Pipelines, Analytics. Unternehmen ertrinken in Daten und brauchen Leute, die daraus Systeme bauen.
Software-Architektur – Cloud-Migration, Microservices, Legacy-Modernisierung. Die strategische Ebene, nicht die Umsetzung. Hier zählt Erfahrung und Überblick.
Security – Logisch. Ransomware, Compliance, Zero Trust. Jedes Unternehmen braucht Security-Experten, nicht nur große Konzerne.
Das Muster: Spezialisierung schlägt Generalisierung. Klassische Entwicklerjobs wandern ins Ausland. Was bleibt, sind die komplexen, sicherheitsrelevanten und strategischen Themen.
Warum klassische Dev-Jobs verschwinden
Max spricht es offen aus: Near- und Offshoring verändern den Markt fundamental. Standardentwicklung geht nach Osteuropa, Indien, Lateinamerika. Die Kostendifferenz ist zu groß.
Wo du als deutscher Freelancer punktest:
- Sicherheitsrelevante Projekte – Banken, Versicherungen, KRITIS. Da muss es vor Ort sein.
- Architektur und Schnittstellen – Business-Kontext verstehen, mit Fachbereichen sprechen. Das geht nicht remote aus Bangalore.
- Deutschsprachige Kommunikation – Meetings mit Stakeholdern, Requirements Engineering, Change Management.
Heißt: Positioniere dich in Bereichen, die nicht ausgelagert werden können. Das ist dein Schutzschild gegen den globalen Wettbewerb.
Wie der Vermittlermarkt wirklich funktioniert
Max hat als Quereinsteiger angefangen. Cold Calling, Projekte akquirieren, Fachbereiche verstehen lernen. Seine Erkenntnis: Die meisten Freelancer verstehen nicht, wie Vermittler ticken.
Das Problem: Viele Freelancer sehen Vermittler als notwendiges Übel. Sie verstehen die wirtschaftlichen Anreize nicht und bauen keine echte Partnerschaft auf.
Max' Perspektive: Vermittler müssen Projekte ziehen – mit "Blutschweiß und Tränen". Sie bauen Beziehungen zu Fachbereichen auf, verstehen Kundenstrukturen und matchen dann die richtigen Profile.
Was das für dich bedeutet:
- Vermittler sind nicht deine Gegner, sondern dein Vertriebskanal
- Sie brauchen von dir: Klarheit, Verfügbarkeit, Fachkompetenz
- Du brauchst von ihnen: Marktzugang, Projektpipeline, faire Konditionen
Die erfolgreichsten Freelancer bauen langfristige Partnerschaften mit 2-3 Vermittlern auf. Nicht mit 20, sondern fokussiert.
80% der IT-Fachkräfte sind passiv
Hier wird es interessant: 80% der IT-Profis suchen 2026 nicht aktiv nach neuen Projekten. Sie sind zufrieden, beschäftigt oder einfach nicht auf Jobsuche.
Für Vermittler bedeutet das: Active Sourcing ist Pflicht. Sie müssen dich finden, bevor du suchst.
Für dich bedeutet das: Sichtbarkeit ist alles.
- LinkedIn-Profil aktuell und aussagekräftig
- Klare Positionierung ("Cloud Architect AWS" statt "IT-Experte")
- Projekte und Skills transparent darstellen
- Netzwerk pflegen, auch wenn du ausgelastet bist
Vermittler nutzen KI-gestützte Plattformen, um passive Talente zu identifizieren. Wenn dein Profil nicht spricht, wirst du nicht gefunden.
KI verändert den Matching-Prozess
Max spricht über den Einsatz von KI im Recruiting: Automatisierung beschleunigt die Suche, ersetzt aber nicht die menschliche Validierung.
Was KI macht:
- Kandidatenprofile scannen und matchen
- Skill-Fit bewerten
- Verfügbarkeiten abgleichen
Was KI nicht macht:
- Kulturellen Fit einschätzen
- Projekt-Kontext verstehen
- Vertrauen aufbauen
Das heißt: Dein Profil muss KI-lesbar sein (Keywords, Skills, Projektrollen), aber der menschliche Kontakt entscheidet am Ende.
Die Frustspirale durchbrechen
Max beobachtet: Viele Freelancer landen in einer Frustspirale. Keine Anfragen, falsche Projekte, schlechte Vermittler.
Der Grund: Fehlende Marktkenntnis.
Was du wissen musst:
- Der Markt ist fragmentiert – Es gibt 1000+ Vermittler in Deutschland. Die richtigen zu finden, ist ein Vollzeitjob.
- Nicht jeder Vermittler passt zu dir – Manche fokussieren Konzerne, andere KMUs. Manche haben Zugang zu KRITIS, andere nicht.
- Transparenz schafft Vertrauen – Sprich offen über Tagessätze, Verfügbarkeit, Projektpräferenzen.
"Ich habe super viel Rückhalt aus der Freelancer-Community bekommen. Immer wenn mir neue Begriffe um die Ohren flogen, habe ich einfach jemanden angerufen und gefragt." – Max Doron
Diese Offenheit kannst du auch von deinem Vermittler erwarten. Wenn er dir nicht erklärt, wie der Prozess läuft, such dir einen neuen.
Was du jetzt tun solltest
Der IT-Vermittlermarkt 2026 ist kein Wunschkonzert mehr. Aber mit der richtigen Strategie hast du massive Chancen:
1. Spezialisiere dich – KRITIS, Data, Architektur, Security. Such dir eine Nische, die nicht ausgelagert wird.
2. Bau echte Partnerschaften auf – 2-3 Vermittler, die dich verstehen und deinen Markt kennen.
3. Bleib sichtbar – Auch wenn du ausgelastet bist. LinkedIn, Netzwerk, Community.
4. Versteh die Spielregeln – Wie funktioniert der Vermittlermarkt? Was sind die wirtschaftlichen Anreize?
5. Bleib am Ball – Weiterbildung, neue Technologien, Marktentwicklungen.
Der Markt sortiert sich neu. Die Frage ist: Gehörst du zu denen, die davon profitieren, oder zu denen, die aussortiert werden?
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