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IT-Projektgenossenschaft: Alternative zu Vermittlern
Joachim Groth hat die IT-Projektgenossenschaft gegründet - ein Modell, das dich unabhängig von Vermittlern macht. Erfahre, wie das funktioniert.
Die wichtigsten Erkenntnisse
7 Kernpunkte aus diesem Video
Kundenschutzklauseln halten dich gefangen - prüf jeden Vermittlervertrag genau auf diese Klauseln
IT-Projektgenossenschaften bieten demokratische Organisation ohne externe Vermittler-Margen
LinkedIn, Workwise und Kimeta ermöglichen direkten Kundenzugang ohne Vermittlerprovision
Klassische Vermittler wie Hays oder Robert Half nehmen oft 30-40% Marge - dein Geld
Erfolgsbasierte Plattformen wie Glow-Careers kosten nur 30% klassischer Vermittlerkosten
Heise.de bietet 84.000 Page Impressions für qualifizierte IT-Fachkräfte
Multi-Posting-Tools wie Recruitee verteilen dein Profil auf 2900+ Jobbörsen gleichzeitig
Zusammenfassung
Die Unzufriedenheit mit Vermittlern
Du kennst das wahrscheinlich: Vermittlungsagenturen, die sich eine goldene Nase an dir verdienen, während du nie weißt, was der Kunde eigentlich wirklich zahlt. Joachim Groth hat genau das jahrelang erlebt - und daraus die IT-Projektgenossenschaft gegründet.
2000 startete Joachim mit einer eigenen Softwareentwicklungsfirma. Lief gut, bis 2004 beide Hauptkunden innerhalb einer Woche Konkurs anmeldeten. Game over. Also Neustart als Freelancer - erst als Datenbankentwickler, später als Business Analyst.
Das Problem mit dem Markt
Aber was ihn richtig gewurmt hat: Die Verhältnisse am Markt waren einfach beschissen. Und damit war er nicht allein - in den Foren war diese Unzufriedenheit überall greifbar.
Die zwei Hauptprobleme:
- Komplette Intransparenz - Du weißt nie, zu welchen Konditionen du eigentlich arbeitest. Der Kunde zahlt vielleicht 150 €/h, du bekommst 80 €/h und denkst, das ist ok. Der Kunde denkt, du bist teuer. Und der Vermittler? Der lacht sich ins Fäustchen.
- Keine Beteiligung am Erfolg - Joachim hat in Frankfurt ein Projekt massiv wachsen lassen, dutzende Freelancer reingeholt. Die Vermittlungsagentur hat Millionen verdient. Er? Hat immer nur die Möhre hingehalten bekommen: "Beim nächsten Mal..." - das nächste Mal kam nie.
Das Gefängnis der Kundenschutzklauseln
Und hier ist das eigentliche Problem: Kundenschutzklauseln. Die halten dich gefangen in dieser Rolle. Du kommst aus diesem System praktisch nicht raus. Wenn du einen Kunden über eine Agentur kennenlernst, darfst du oft jahrelang nicht direkt mit ihm arbeiten.
Das ist wie ein Gefängnis, nur dass die Gitterstäbe im Kleingedruckten stehen.
Die Geburt der IT-Projektgenossenschaft
2014 kam dann der Wendepunkt. Joachim war mit 32 anderen Freelancern bei einem Projekt in Würzburg. Der Kunde wollte sich komplett neu erfinden, investierte massiv in ein neues System - und vernachlässigte dabei Kerngeschäft und Alltagsgeschäft.
Genau hier entstand die Idee zur IT-Projektgenossenschaft. Ein Modell, das diese Probleme löst:
Wie funktioniert eine Projektgenossenschaft?
Eine Genossenschaft ist eine demokratisch organisierte Gemeinschaft von Freelancern. Die Mitglieder sind gleichzeitig Eigentümer und Nutzer. Keine externen Investoren, keine Vermittler, die sich bereichern.
Die Vorteile:
- Transparenz: Jeder weiß, was der Kunde zahlt und was beim Freelancer ankommt
- Faire Verteilung: Die Marge bleibt in der Gemeinschaft und kommt den Mitgliedern zugute
- Gemeinsame Akquise: Projekte werden zusammen gewonnen, Erfolge geteilt
- Keine Kundenschutzklauseln (zumindest nicht zum Nachteil der Freelancer)
- Demokratische Entscheidungen: Ein Mitglied, eine Stimme
Alternative Wege zur Unabhängigkeit
Neben der Projektgenossenschaft gibt es weitere Wege, dich von Vermittlern zu lösen:
1. Direktkunden über Plattformen
LinkedIn ist dein Freund. Kostenlose Job-Inserate möglich, mit bezahlten Anzeigen (ab 10 €/Tag) bekommst du 3x mehr qualifizierte Bewerbungen.
Workwise vermittelt kostenlos an 600.000 Kandidaten und verdient nur bei Erfolg - keine Vorabkosten, keine versteckten Provisionen.
Kimeta durchsucht andere Börsen automatisch mit 180 Tagen Laufzeit. Du musst nicht überall einzeln posten.
2. IT-spezifische Jobbörsen
Heise.de für IT-Fachkräfte - 84.000 Page Impressions, hohe Qualität. Hier tummelt sich deine Zielgruppe.
Better-jobs.de mit Google-Integration - deine Anzeigen landen direkt in der Google-Suche.
3. Erfolgsbasierte Modelle
Glow-Careers bietet Bewerber-Pipelines zu 30% der Kosten klassischer Vermittler. Monatliche Gebühr statt Provision.
Keine erfolgsabhängige Beteiligung, die ins Unermessliche steigt.
Was du vermeiden solltest
Die klassischen IT-Vermittler wie Hays, Michael Page, Robert Half, Amadeus Fire - die nehmen oft 30-40% Marge. Das ist dein Geld, das da verschwindet.
Nicht, dass diese Firmen per se schlecht sind. Aber wenn du die Wahl hast: Warum solltest du 40% deines Stundensatzes abgeben?
Der Trend geht zur Direktansprache
2026 dominieren erfolgsbasierte und kostenfreie Plattformen. Der Markt dreht sich. Unternehmen merken: Warum 20.000 € Vermittlungsprovision zahlen, wenn es auch anders geht?
Active Sourcing und Multi-Posting-Tools wie Recruitee (auf 2900+ Börsen gleichzeitig) machen Vermittler überflüssig.
Die Zeit der Intransparenz ist vorbei. Freelancer haben jetzt die Tools und Plattformen, um selbst zu agieren.
Fazit: Nimm dein Business selbst in die Hand
Joachims Geschichte zeigt: Du musst nicht im System gefangen bleiben. Die IT-Projektgenossenschaft ist eine Option, Direktplattformen eine andere.
Wichtig ist: Versteh die Mechanismen, erkenn die Kundenschutzklauseln, und bau dir Alternativen auf.
Du bist IT-Experte. Du kannst Code im Schlaf schreiben. Warum solltest du 40% deines Wertes an jemanden abgeben, der nur Telefonate führt?
Zeit, das zu ändern.
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Fragen & Antworten
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