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Geldanlage für IT-Freelancer: So investierst du clever
Als IT-Freelancer oder Unternehmer verdienst du gutes Geld. Aber wie legst du es clever an? Adrian Schmidt von Capsule zeigt dir Investment-Strategien speziell für ITler.
Die wichtigsten Erkenntnisse
7 Kernpunkte aus diesem Video
Geldanlage läuft für IT-Angestellte, Freelancer und Unternehmer komplett unterschiedlich – du brauchst eine Strategie, die zu deiner Situation passt.
Steueroptimierung bedeutet nicht Steuertricks, sondern legale Gestaltungsspielräume nutzen – besonders bei Freelancern und GmbH-Geschäftsführern.
Unabhängige Honorarberatung kostet Geld, aber du bekommst Empfehlungen, die wirklich passen – nicht die mit der höchsten Provision.
ETFs sind für langfristigen Vermögensaufbau der solide Standard – breit gestreut, kostengünstig, transparent.
Als Freelancer brauchst du 6-12 Monate Fixkosten als Notgroschen und musst jeden Monat Steuerrücklagen bilden – keine Verhandlungssache.
Immobilien können als Investment funktionieren, aber nur wenn die Zahlen passen – nicht jede Immobilie ist ein gutes Investment.
Als GmbH-Geschäftsführer solltest du Pensionszusagen und optimale Entnahmestrategien prüfen – hier liegt oft ungenutztes Potenzial.
Zusammenfassung
Warum Geldanlage für IT-Freelancer anders läuft
Du kannst Code schreiben, Infrastrukturen aufbauen und komplexe Probleme lösen. Aber was machst du mit dem Geld, das dabei rumkommt?
Genau darum geht's in dieser Podcast-Folge mit Adrian Schmidt. Adrian ist Gründer und Geschäftsführer der Capsule GmbH – einer Beratung, die sich auf Steueroptimierung und Investments für IT-Profis spezialisiert hat. Keine Standard-Bankberatung, sondern maßgeschneiderte Strategien für Angestellte, Freelancer und Unternehmer in der IT-Branche.
Das Thema ist wichtig. Weil: Ohne Plan versackt dein Geld auf dem Konto oder landet in den falschen Produkten. Mit Plan baust du systematisch Vermögen auf – egal ob du angestellt bist, freiberuflich arbeitest oder deine eigene Firma hast.
Was macht Capsule anders als klassische Finanzberater?
Adrian hat einen klaren Ansatz: Kanzleiprinzip statt Allrounder-Beratung.
Bei den meisten Banken oder freien Beratern sitzt du einem Berater gegenüber, der alles macht – Versicherungen, Investments, Immobilien, Altersvorsorge. Das Problem: Niemand kann in allen Bereichen wirklich Experte sein.
Capsule funktioniert anders:
- Für jedes Thema gibt's einen spezialisierten Berater – Immobilienfinanzierung, Kapitalanlagen, Steuergestaltung, Versicherungen
- Du hast trotzdem einen zentralen Ansprechpartner – das ganze Team arbeitet zusammen, aber jeder macht nur das, worin er Experte ist
- Unabhängig von Produktanbietern – keine Provisionsgetriebenen Empfehlungen, sondern echte Beratung auf Kundenseite
Das bedeutet: Du bekommst für Immobilien jemanden, der den ganzen Tag nur Immobilien macht. Für ETF-Strategien jemanden, der nur Investments betreut. Für Steueroptimierung als GmbH-Geschäftsführer jemanden, der nur das macht.
Drei Level: Angestellte, Freelancer, Unternehmer
Was du mit deinem Geld machen solltest, hängt stark davon ab, wo du gerade stehst:
Level 1: IT-Angestellte
Als Angestellter hast du ein regelmäßiges Gehalt und planbare Einnahmen. Das ist die Basis für langfristigen Vermögensaufbau.
Die Herausforderungen:
- Hohe Steuerlast bei gutem Gehalt
- Begrenzte Gestaltungsmöglichkeiten bei der Steuer
- Altersvorsorge wird oft vernachlässigt
Was du tun solltest:
- Notgroschen aufbauen – 3-6 Monatsgehälter als Reserve
- ETF-Sparplan einrichten – breit gestreut, kostengünstig, langfristig
- Steuervorteile nutzen – Riester, Rürup, betriebliche Altersvorsorge (aber nur, wenn es wirklich passt)
- Krankenversicherung prüfen – ab bestimmtem Gehalt macht die PKV oft Sinn
Level 2: IT-Freelancer
Als Freelancer schwankst du zwischen fetten Monaten und Projektpausen. Dein Einkommen ist höher als bei Angestellten, aber weniger planbar.
Die Herausforderungen:
- Unregelmäßige Einnahmen
- Höheres Einkommen, aber mehr Eigenverantwortung
- Keine betriebliche Altersvorsorge vom Arbeitgeber
- Steuervorauszahlungen müssen bedacht werden
Was du tun solltest:
- Größerer Notgroschen – 6-12 Monate Fixkosten als Reserve
- Steuerrücklagen bilden – jeden Monat Geld für die Steuernachzahlung zurücklegen
- Private Altersvorsorge konsequent aufbauen – ETFs, Immobilien, Rürup
- Geschäftskonten trennen – privat und geschäftlich sauber getrennt
- Versicherungen anpassen – Berufshaftpflicht, Rechtsschutz, Krankentagegeld
Level 3: IT-Unternehmer mit GmbH
Als Geschäftsführer deiner eigenen GmbH hast du die meisten Gestaltungsmöglichkeiten – aber auch die komplexeste Situation.
Die Herausforderungen:
- Gehalt vs. Gewinnausschüttung – was ist steuerlich schlauer?
- Wie hole ich Geld steuergünstig aus der GmbH?
- Vermögensaufbau privat oder in der Firma?
- Altersvorsorge über die GmbH strukturieren
Was du tun solltest:
- Optimale Gehalts-Dividenden-Struktur finden – Steuerberater einbinden
- Pensionszusage prüfen – steuergünstiger Vermögensaufbau über die GmbH
- Immobilien über die GmbH – kann steuerlich Sinn machen, muss aber passen
- Langfristige Entnahmestrategie planen – wie kommst du im Alter an dein Geld?
Steueroptimierung: Mehr als nur Belege sammeln
Steueroptimierung bedeutet nicht, irgendwelche dubiosen Tricks anzuwenden. Es geht darum, die legalen Gestaltungsspielräume zu nutzen.
Für Freelancer und Unternehmer besonders relevant:
- Investitionsabzugsbeträge – Technik, Equipment, Firmenwagen steuerlich vorziehen
- Betriebliche Altersvorsorge – Beiträge senken die Steuerlast
- Immobilien als Betriebsvermögen – Abschreibungen nutzen
- GmbH-Strukturen – Gewinne thesaurieren statt voll versteuern
Das Wichtigste: Steueroptimierung sollte nie der einzige Grund für eine Entscheidung sein. Wenn ein Investment wirtschaftlich keinen Sinn macht, hilft auch die Steuerersparnis nicht.
Investments: ETFs, Immobilien oder was?
Die klassische Frage: Wo stecke ich mein Geld rein?
ETFs – der solide Standard:
- Breit gestreut, kostengünstig, transparent
- Perfekt für langfristigen Vermögensaufbau
- Für alle drei Level geeignet
- Stichwort: MSCI World, FTSE All-World, oder Kombinationen
Immobilien – für Fortgeschrittene:
- Kapitalanlage-Immobilien können Sinn machen
- Aber: Hoher Kapitaleinsatz, Verwaltungsaufwand, Klumpenrisiko
- Finanzierung muss passen – Eigenkapital, Zinsen, Tilgung
- Nicht jede Immobilie ist ein gutes Investment
Was du vermeiden solltest:
- Produkte, die du nicht verstehst
- Provisionsgetriebene Empfehlungen (Stichwort: strukturierte Produkte, intransparente Fonds)
- "Steueroptimierte" Investments, die wirtschaftlich Schrott sind
Das Capsule-Modell: Honorarberatung statt Provision
Ein wichtiger Punkt: Capsule arbeitet nicht rein auf Provisionsbasis.
Was heißt das?
- Du zahlst für die Beratung – transparent, klar kalkulierbar
- Keine versteckten Provisionen – der Berater empfiehlt, was für dich passt, nicht was am meisten Provision bringt
- Fokus auf langfristige Strategie – nicht auf Produktverkauf
Das macht einen riesigen Unterschied. Weil: Bei provisionsbasierten Beratern ist der Anreiz immer, dir das zu verkaufen, was am meisten Provision bringt. Bei Honorarberatung ist der Anreiz, dir das zu empfehlen, was wirklich funktioniert.
Konkrete nächste Schritte
Was kannst du jetzt tun?
Wenn du angestellt bist:
- Notgroschen aufbauen (falls noch nicht vorhanden)
- ETF-Sparplan starten – auch mit 100-200 Euro im Monat
- Versicherungen checken – brauchst du wirklich alles? Fehlt was Wichtiges?
Wenn du Freelancer bist:
- Steuerrücklagen automatisieren – jeden Monat 30-40% des Umsatzes weglegen
- Größeren Notgroschen aufbauen – 6-12 Monate Fixkosten
- Private Altersvorsorge starten – ETF-Depot oder Rürup
Wenn du Unternehmer bist:
- Steuerberater + Finanzberater zusammenbringen – Gesamtstrategie entwickeln
- Pensionszusage prüfen lassen – oft unterschätzt
- Entnahmestrategie für später planen – wie kommst du an dein Geld?
Fazit: Geld verdienen ist nur die halbe Miete
Du bist gut darin, Probleme zu lösen und Geld zu verdienen. Aber wenn du keinen Plan hast, was mit dem Geld passiert, verschenkst du Potenzial.
Die wichtigsten Punkte:
- Geldanlage läuft für Angestellte, Freelancer und Unternehmer unterschiedlich
- Steueroptimierung ist legal und sinnvoll – aber nie der einzige Grund für Entscheidungen
- Unabhängige Beratung kostet Geld, spart dir aber teure Fehler
- ETFs sind für die meisten der solide Kern
- Immobilien können passen, müssen aber wirtschaftlich Sinn machen
Wenn du mehr erfahren willst, hör dir die komplette Folge mit Adrian an. Da geht's noch tiefer in die Details – speziell für die drei Level.



